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Off-Track-Kniffe: Leben abseits der Piste
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Off-Track-Kniffe: Leben abseits der Piste

21.04.2008

Das Leben eines Rennfahrers richtet sich auf den Renntag aus, wo sich harte Arbeit und Engagement in der Weißglut des Wettkampfes niederschlagen. Die Aufgabe eines Formel-1-Piloten von Panasonic Toyota Racing erschöpft sich allerdings nicht darin, die raffiniertesten Rennmaschinen auf dem Planeten zu entwickeln und zu lenken.

Die Formel 1 ist nicht lediglich eine Rennserie, sondern die Königsklasse des Motorsports. Unternehmen, die zu den größten der Welt zählen, verwenden Millionen darauf, an ihr beteiligt zu sein oder sie zu sponsern, wobei die internationalen Medien jedes Hin und Her in dieser weltweit beliebtesten jährlichen Seifenoper des Sports mit brennendem Interesse mitverfolgen.

Die große Popularität der Formel 1 weckt bei den Sponsoren und Medien einen unersättlichen Appetit, was für die Piloten bedeutet, dass sie auch außerhalb des Wagens fast so hart gefordert werden wie im Cockpit. Ob Interviews, Posieren für Fotos oder Auftritte als Ehrengäste auf Sponsor-Veranstaltungen – Jarno Trulli und Timo Glock sind das ganze Jahr hindurch beschäftigt. Jarno and Timo leisten auf jedem Rennen mit Dutzenden von Interviews und Auftritten auf Events das Ihre für die Abteilung Marketing und Kommunikation von Panasonic Toyota Racing. Jarno weiß aus erster Hand, wie sehr sich das Spektrum der Formel 1 in den letzten Jahren erweitert hat, und nach 11 Jahren in diesem Sport ist er überzeugt, dass an der Elite-Kategorie heute ein größeres Interesse besteht als je zuvor.

Er meint dazu: “Generell hat das Interesse der Medien zugenommen. Die Formel 1 ist mehr und mehr ein großes weltweites Event geworden, wodurch bei den Medien ein starkes Interesse an den Fahrern und Teams besteht. Das ist schön, weil es unseren Bekanntheitsgrad steigert und die Leute immer besser über die Formel 1 und unsere Arbeit informiert sind. Für mich steht das Fahren im Mittelpunkt, ich verwende aber auch viel Zeit darauf, auf die Medien einzugehen. Sie machen ihren Job und das ist auch ein Teil meines Jobs, also tue ich mein Bestes.”

Die Formel 1 ist nie Routine. Bei ihr geht es darum, Spitzenleistungen zu zeigen, Grenzen zu erproben und, wie besonders bei Panasonic Toyota Racing, sich engagiert den Herausforderungen zu stellen, so dass auch Jarno und Timo im Interesse guter Publicity mitunter Ungewöhnliches abverlangt wird.

Sicher hat Timo vor zehn Jahren, als er seine Karting-Karriere begann und von der Formel 1 träumte, nicht erwartet, dass er eines Tages einen 350 km/h schnellen Boliden durch die nächtliche Innenstadt von Valencia steuern würde. Genau das geschah in der Stadt der Künste und Wissenschaften wenige Wochen nach Beginn seines Fahrerjobs bei Panasonic Toyota Racing.

“Das ist schon etwas Besonderes, muss ich sagen,” meinte er zu seiner Rolle im jährlichen Marketing-Film des Teams. “Es war auch etwas schwierig, weil die Straßen eng und schlüpfrig sind und wir vorsichtig sein mussten. Im Kurs war praktisch alles enthalten. Der Run über die Brücke war aufregend und ich habe es auch genossen,zwischen den Gebäuden durchzufahren; es hat Spaß gemacht. Für mich war das eine schöne Abwechslung und ein ganz spezielles Event.”

Von einmaligen Projekten einmal abgesehen, machen auch im Verlaufe der Saison manche Verpflichtungen mehr Spaß als andere, wie Timo in Australien am Vorabend seines Renndebüts für das Team feststellte. Als Neuling im Fahrerlager zog er lebhaftes Interesse auf sich, was in der Formel 1 stets eine Menge Interviews und Fotos bedeutet.

Für ihn war dies ein Crashkurs über Anforderungen, die sich abseits der Strecke an einen Fahrer stellen – zahllose Interviews, Training mit einer Australian-Football-Manschaft, Besuch in einem örtlichen Toyota-Werk und Probefahrten in einem Toyota Auris Rallyeauto auf einer Sandbahn. Allerdings ließ er keine Zweifel offen, was ihm selbst am meisten Spaß machte.

“Ich helfe immer gerne aus, aber an einem Grand Prix-Wochenende haben wir eben viel zu tun und so etwas kann schon eine Belastung sein,” meint Timo. “Ich weiß, dass es für das Team wichtig ist, weshalb ich tue was ich kann, und manchmal gibt es auch erfreuliche Überraschungen. Das Rallyeauto zu fahren hat definitiv den meisten Spaß gemacht. Ich bin sogar zurückgegangen, als die Medien abgezogen waren, und dann noch einmal losgeprescht!”

Natürlich hat all dies eine ernsthafte Seite und die Zeit, die unsere Piloten auf das Marketing und PR-Aktivitäten abseits der Rennstrecke verwenden, wie bei Timo über 10 Stunden mit Interviews, Fotos und Auftritten in Australien, ist gut angelegt und trägt zu einem positiven Image für das Team und seine Partner bei. Grand-Prix-Fahrer zählen zur Sportelite und sind dadurch hervorragende Sprecher für jede Marke, wie John Howett erläuterte: “Sie sind Botschafter für das Team und ihre Rolle ist mitentscheidend dafür, wie wir von der Öffentlichkeit gesehen werden. Die Fahrer stehen stets im Blickpunkt des Interesses und es ist wichtig, dass sie uns und unsere Partner in der richtigen Weise repräsentieren.”

Im Laufe der Jahrzehnte ist nicht nur die Formel 1 komplexer geworden, sondern auch die Rolle des Fahrers im Team, und zu seinen traditionellen Tätigkeiten als Grand Prix-Fahrer sind die Aufgaben eines Markensprechers und einer Medienpersönlichkeit hinzugekommen. “Es geht nach wie vor um fahrerisches Können und die Grundgeschwindigkeit,” meint Team Manager Richard Cregan. “Gleichzeitig hat sich die Formel 1 aber zu einem "Big Business" entwickelt und die Fahrer müssen auch auf die Medien- und Sponsorseite vorbereitet sein. Das ist heute fast so wichtig wie das Fahren selbst.”

Für einen Formel-1-Piloten im 21. Jahrhundert ist der Leistungsdruck nicht nur auf dem Kurs, sondern auch abseits davon stärker denn je. An der Zielsetzung hat sich allerdings nichts geändert: der Beste zu sein.

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