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Station in UK: Vorbereitung auf Silverstone
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Station in UK: Vorbereitung auf Silverstone

30.06.2008

Silverstone ist der ursprüngliche Formel-1-Kurs, der Ort, an dem 1950 die Weltmeisterschaft ins Leben gerufen wurde. Tradition ist aber nur einer der Aspekte: Für Jarno Trulli und Timo Glock, die F1-Piloten von Panasonic Toyota Racing, ist Geschwindigkeit der König.

Silverstone ist nach Monza der schnellste Kurs im Rennkalender – mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 230 km/h auf einer fliegenden Runde und einer Spitze von 300 km/h am Ende der langen Hangar Straight.

Anders als Monza besteht Silverstone aber nicht nur aus langen, über Schikanen verbundenen Geraden und die hohe Geschwindigkeit geht zum wesentlichen Teil auf schnelle, langgezogene Kurven in der ersten Streckenhälfte zurück – von der fast gleichförmigen Copse-Rechtskurve über den atemberaubenden Becketts-Komplex hin zur Hangar Straight.

Wie Jarno erläutert, ist der Kurs durch die geforderte Mischung aus Speed und Können auch bei den Formel-1-Piloten beliebt: “Silverstone ist eine der älteren Strecken, die wir noch haben, und zeichnet sich durch charakteristische High-Speed-Kurven aus. Becketts ist eine traditionelle Kurvenfolge, die für die Fahrer aufregend ist, weil sie sehr schnell durchfahren wird und man wirklich die richtige Linie finden muss. Man fließt praktisch durch die Kurven hindurch.”

Neben den ausladenden schnellen Bögen des Eröffnungssektors besitzt die Strecke gegen Ende im langsamen Luffield-Abschnitt auch zwei Linkskurven, die im zweiten Gang zu nehmen sind. Dieser Komplex wurde 1990 ergänzt und stellt eine gewisse Herausforderung an das Setup dar, weil der Wunsch nach einem hohen Top-Speed früher in der Runde in Einklang mit dem Grip zu bringen ist, der für diese langsameren Kurven benötigt wird.

In den Tests, die letzte Woche auf diesem Traditionskurs durchgeführt wurden, hat Panasonic Toyota Racing bereits beträchtliche Mühe darauf verwandt, den TF108 auf diese beiden Seiten von Silverstone vorzubereiten. Nichtsdestoweniger bietet das Training am Freitag eine wertvolle Gelegenheit, die empfindliche Balance zwischen Top-Speed und Anpresskraft noch einmal sorgfältig abzustimmen.

Aerodynamik-Leiter Mark Gillan meint: “Man muss immer sehr vorsichtig sein, damit man für einen hohen Top-Speed nicht zu viel Abtrieb aufgibt. Das Überholen ist ziemlich schwierig, weshalb man eher versucht, das Auto auf maximales Tempo über die gesamte Runde abzustimmen. Man sollte also nicht nur den Top-Speed im Auge haben.”

“Wir sind vielmehr der Ansicht, dass man das Auto auf ein maximales Gesamttempo optimieren sollte, also die schnellstmögliche Rundenzeit, anstelle sich zu viel Sorgen um den Top-Speed zu machen, jedenfalls solange man dabei im vernünftigen Rahmen bleibt.”

Auch nach einem vollen Test in der Vorbereitung kann man nicht mit absoluter Sicherheit sagen, was einen erwartet, wenn man auf dem Rennkurs ankommt, weil sich Faktoren wie das Wetter und die Streckenbedingungen von Tag zu Tag wieder ändern können.

Dies gilt ganz besonders für Silverstone, weil die Strecke häufig von seitlichen Böen betroffen ist, die die aerodynamische Balance des Autos stören. Die Erklärung dafür ist, dass das Gelände im Zweiten Weltkrieg als Luftwaffenbasis für Bomberstaffeln angelegt wurde. Man baute drei Start-/Landebahnen, wofür ein offenes, freies Gelände vorteilhaft war.

Eine weiteres, wenig populäres Charakteristikum der örtlichen Bedingungen kann der Regen sein, auch wenn der Große Preis von Großbritannien trotz des berüchtigten britischen Wetters nur dreimal in den letzten 20 Jahren tatsächlich im Regen ausgetragen werden musste.’

Einen Ruf abzuschütteln ist allerdings schwer, und für viele Beteiligte in der Formel 1 ist Silverstone auf ewige Zeiten mit einem grauen Himmel und niedrigen Temperaturen assoziiert. “Über dem Wetter steht in Silverstone immer ein Fragezeichen,” sagt Timo. “Ich war im Mai auf einem Kurztrip in England und es regnete jeden Tag. Ein Rennwochenende kann heikel sein, wenn man wechselhaftes Wetter hat. Man weiß dann wirklich nicht, was in der nächsten Stunde oder so passiert.”

Scherze über das britische Wetter haben natürlich eine lange Tradition und bieten sich auch zu Silverstone und dem Großen Preis von Großbritannien an. Aus der gleichen Startaufstellung wie Jarno und Timo am Sonntag starteten seinerzeit im Jahre 1950 Legenden wie Juan Manuel Fangio und Guiseppe Farina in den ersten WM-Grand-Prix der Rennsportgeschichte.

Neben Italien ist Großbritannien das einzige Land, das seither ununterbrochen im Rennkalender der Formel 1 vertreten ist. Schon diese rare Auszeichnung macht den Großen Preis von Großbritannien zu etwas Besonderem. Nach Ansicht von John Howett, dem Präsidenten von Panasonic Toyota Racing, ist dies aber nur einer der Gründe, die den Besuch von Silverstone zu einem Vergnügen machen.

John: “Silverstone ist immer großartig, weil sich hier ein Publikum einfindet, das den Motorsport tatsächlich versteht. Diese Leute schätzen wirklich den Rennsport und auch die Technik, die dahinter steht, und es ist toll, dort zu sein.”

“Diese gewichtigen Grands Prix mit großem Erbe, wie die Großen Preise von Großbritannien und Frankreich, sind sehr, sehr wichtig. Es gibt viele Sponsoren, die auf die großen Märkte in Europa schauen, und diese Grands Prix sind auch für sie extrem wichtig.”

Mit seiner eigenen Tradition im Motorsport, die ein halbes Jahrhundert des leidenschaftlichen Engagements umfasst, fügt sich Toyota harmonisch in dieses Umfeld ein. Hinter Panasonic Toyota Racing steht der Wunsch, neue Motorsportgeschichte zu schreiben – und im Rennen am Sonntag ist wieder Geschwindigkeit der König.

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Station in UK: Vorbereitung auf Silverstone
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