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[Video Feature]
Homerun für Timo: Vorfreude auf Hockenheim 14.07.2008 Wohl für jeden F1-Piloten ist ein Grand Prix im eigenen Land ein Ereignis, auf das er sich besonders freut. Für Timo Glock ist der Große Preis von Deutschland am nächsten Wochenende aber eine sehr spezielle Begegnung mit der unmittelbaren Heimat. Angesichts seines ausgereiften Verhaltens und der Konstanz seines Tempos vergisst man leicht, dass dies für Timo erst die erste volle Saison in der Formel 1 und das Rennen am kommenden Wochenende der erste Grand Prix in Deutschland ist - an einem Ort, der dafür perfekt ist. Der 26-jährige kam in Lindenfels zur Welt, das nicht weit von Hockenheim gelegen ist, und wuchs im Odenwaldkreis auf. Dort wohnte er auch, bis er vor kurzem nach Köln übersiedelte, um näher am Technikzentrum von Panasonic Toyota Racing zu sein. ![]() Hockenheim ist für ihn also ein Heimrennen in sehr heimatlichen Gefilden, was nicht nur bedeutet, dass er das Rennen in einer vertrauten Gegend bestreitet. Vielmehr werden unter den Fans an der Strecke auch viele vertraute Gesichter sein werden, wenn er wieder auf Punktejagd geht. “Es werden viele Freunde kommen und viele Leute, die ich kenne,” meint er. “Das macht es zu einem sehr speziellen Rennen.” Natürlich hat er wie jeder Rennfahrer die Ambition zu gewinnen, weshalb es nicht überrascht, dass der Hockenheimring zu Timos Lieblingsstrecken zählt. Schließlich konnte er hier bei seinem letzten Besuch 2006 als GP2-Fahrer seine Kollektion an schönen Erinnerungen um einen ersten und dritten Platz erweitern. “Ich habe in Hockenheim immer wirklich gute Rennen gehabt und einige Male gewonnen,” fügt er an. “Es ist eines der besten Rennen des Jahres für mich, nicht nur weil es mein Heimatkurs ist, sondern auch, weil ich dort gut gewesen bin.” Hockenheim ist nicht nur ein Heimrennen für Timo, sondern auch der Beginn der zweiten Hälfte seiner ersten vollen Saison als Formel-1-Pilot. ![]() So weit hat er neun Rennen und fünf Punkte auf seinem Konto stehen, reine Statistik zeigt aber nur einen Teil des Gesamtbilds. Timo hat vom Saisonstart an starke Leistungen gezeigt und bei seinem Debüt für Panasonic Toyota Racing in Australien nur durch fehlendes Glück die Punkte verpasst. Auch in Bahrain lag er so gut im Rennen, dass ein Punkterang sicher schien, bis ihn Getriebeprobleme erwischten. In Kanada hatte der dann das Glück, das er für seine konstanten Leistungen verdiente, und krönte ein kampfbetontes Rennen mit dem vierten Platz. Der Kampf um die Punkte ist in dieser Saison heftiger denn je und für einen jungen Fahrer ist es schwer, regelmäßig einen Punkterang zu holen, wenn er sich dazu gegen ein Feld mit zehn ehemaligen Grand-Prix-Siegern durchzusetzen hat, darunter auch sein erfahrener und immens schneller Team-Kollege Jarno Trulli. Dies ist eine gewaltige Herausforderung, der sich Timo seit dem Eintritt in das Team am Jahresanfang bravourös gestellt hat. Die Formel 1 ist zu komplex, als dass sich ein Fahrer einfach hinter das Steuer setzen und dann sein Talent für sich sprechen lassen könnte. Es erfordert weit mehr Arbeit, oben mithalten zu können, und das ist etwas, das "Kampfdackel" Timo liegt. “Ich würde Timo als eine Art Biest auf dem Kurs bezeichnen,” so Dieter Gass, Chefingenieur für Rennen und Tests bei Panasonic Toyota Racing. “Er ist wirklich jemand, der sehr motiviert und sehr zielgerichtet ist. Ich vergleiche ihn gern mit einem Terrier, denn wenn er sich an etwas festbeißt, lässt er nicht mehr los, bis er erreicht hat, was er wollte.” ![]() Timos Helm ist sogar mit einem stilisierten Hund bemalt, der Engagement und Entschlossenheit symbolisiert - Eigenschaften, die er seit dem Einstieg bei Panasonic Toyota Racing immer wieder demonstriert hat. Ein Zeichen seines Engagements ist eine starke Arbeitsmoral, die ihn dazu bewegte, nach Köln umzuziehen. Trotz der hektischen Folge von Rennen, Tests und Testfahrten im Terminkalender findet man Timo häufig bei konzentrierter Arbeit im Werk, da er dies als wesentlich für die weitere Entwicklung seines Autos ansieht. 'Das Team hat seine Basis in Köln und für mich ist es wichtig, mit meinen Ingenieuren möglichst viele Informationen auszutauschen,' erklärt Timo. 'Ich meine, das ist viel einfacher, wenn man nur fünf Minuten von der Firma entfernt wohnt und nicht erst zwei Stunden nach Köln fliegen muss. 'Für mich ist es vollkommen natürlich und selbstverständlich, dass ich als Formel-1-Fahrer hart arbeiten muss, um mir und meinem Team dabei zu helfen, weiter nach vorn zu kommen. Als Fahrer muss man eins mit seinem Auto sein; man muss sein Auto zu 100% kennen und fühlen. Es überrascht nicht, dass er durch diese Einstellung auch beim Team beliebt ist, insbesondere seiner gleichermaßen hart arbeitenden Auto-Crew, wie Chefmechaniker Gerard Lecoq erläutert: 'Timo ist sehr freundlich und man kann gut mit ihm arbeiten, weil er ein offenes Wesen hat und wir stets unsere Informationen mit ihm teilen können. Er ist geradeheraus und stets bemüht, seine Mechaniker zu unterstützen. 'Darüber hinaus arbeitet er sehr hart und ist nicht gewillt, den Kurs zu verlassen, solange noch etwas nicht so ist, wie es sein sollte. Wenn man spät am Abend noch eine schnelle Runde durch das Fahrerlager macht, ist es recht unwahrscheinlich, dass man noch Fahrer sieht. Wenn man doch noch einen findet, dann ist das Timo. Der Respekt ist gegenseitig, denn auch Timo sieht, wie lange und mit welchem Einsatz seine Auto-Crew arbeitet, um für jede Saison einen perfekten Wagen bereitzustellen. ![]() Er meint: 'Die Mechaniker sind wirklich toll und arbeiten fast 24 Stunden für einen Fahrer. Es ist beruhigend, so gute Mechaniker hinter sich zu haben, denn jedes Mal, wenn man in das Freie Training, in das Qualifying oder in ein Rennen geht, bekommt man ein Auto, bei dem alles tiptop in Ordnung ist. Wir arbeiten hart und haben eine starke Beziehung.' Zum Beginn der zweiten Hälfte seiner ersten vollen Saison in der Formel 1 gäbe es wohl keinen perfekteren Ort für Timo, sich wieder unter die Punktemacher einzureihen und damit seinem wachsenden Ruf zu entsprechen - sowohl im Team als auch im Fahrerlager.
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