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Toyota beim Großen Preis von Belgien: Hinter den Kulissen

07.09.2008


Hinter den Kuissen

Toyota Motor Europe nutzte seinen Heim-Grand-Prix dazu, den Anwesenden im Fahrerlager einen kurzen Vorgeschmack auf den neuen Toyota iQ zu geben. Am Freitagabend nahmen Jarno Trulli und Timo Glock an einer Cocktail-Party zur Feier dieses Anlasses teil und standen mit dem neuen iQ Modell. Das neue Auto sorgte für erhebliches Aufsehen und selbst Formel-1-Chef Bernie Ecclestone nutzte die Gelegenheit, sich ans Steuer zu setzen und die Erfahrung der für die kompakte Bauweise erstaunlichen Geräumigkeit zu machen. Seinem Beispiel folgten auch Vertreter der weltweiten Medien und eine Reihe von Fahrern und Team-Eignern. ’

Neues von den Rivalen

Der späte Regen wurde in Spa–Francorchamps zum Thema des Tages. Er sorgte für ein aufregendes Finale des Großen Preises von Belgien und machte es fast unmöglich, mit der Aktion auf der Strecke Schritt zu halten.
Selbst die Rivalen um die Weltmeisterschaft wurden von den tückischen Bedingungen eingeholt. Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen landete in der Wand, als der Sieg für ihn schon in Reichweite war.
Zuvor hatte er sich ein heißes Duell mit Lewis Hamilton von McLaren-Mercedes geliefert, in dem sich beide Piloten Dreher auf der nassen Fahrbahn leisteten.
Hamilton passierte die Ziellinie als Erster, wurde aber nach dem Rennen für das Auslassen einer Schikane mit einer Zeitstrafe belegt, die ihn auf Platz drei zurückwarf. Dies beförderte Felipe Massa zum Sieger und Nick Heidfeld rückte für BMW Sauber auf den zweiten Platz nach.
Renault-Pilot Fernando Alonso wechselte auf Standard-Regenreifen und holte sich damit den vierten Platz, als er auf den letzten Metern vor der Zielflagge noch den Toro Rosso von Sebastian Vettel überholte.
Sebastien Bourdais lag zwei Runden vor Schluss überraschend an dritter Stelle, fiel aber ebenfalls den nassen Streckenbedingungen zum Opfer, nachdem er sich gegen einen Reifenwechsel entschied. Er wurde Siebter.

Rennbericht

Timo Glock blieb ein Punkt aus dem Großen Preis von Belgien versagt, da er von der Rennleitung nach dem Rennen eine Zeitstrafe für Überholen unter gelber Flagge erhielt.

Timo schien einen Punkt sicher zu haben, als er die Bridgestone Potenza Standard-Regenreifen auf der letzten Runde optimal zum Tragen brachte und als Achter einkam, während Jarno Trulli an 16. Stelle einen beschädigtes Auto ins Ziel brachte.
Der Punkt wäre für Timo hart erkämpft und wohlverdient gewesen. Timo startete vom 13. Platz, zwei Positionen hinter Jarno, nachdem beide im Qualifying Probleme gehabt hatten, auf der kalten Strecke ihre Reifen auf Temperatur zu bekommen.
Beide TF108 hatten einen fantastischen Start, der sie sogleich in den Kampf um die Punkte katapultierte.
Timo meinte: “Ich möchte mich beim Team bedanken, besonders bei den Jungs, die am Start arbeiten, denn sie waren bei beiden Autos super und haben in den letzten Rennen perfekt gearbeitet.”
Nach tollen Überholmanövern lag Jarno lag in der ersten Kurve an sechster Stelle, seine Ambitionen erhielten aber einen Dämpfer in der La Source, als Sébastien Bourdais von hinten auf ihn auffuhr.
Der Aufprall beschädigte den Diffusor und das Getriebe und trug auch zu einem Dreher in der Bus-Stop-Schikane am Ende der Runde bei, mit dem Jarno wieder an Boden verlor. Timo lag derweil an neunter Stelle, nachdem er in der ersten Runde vier Positionen gutgemacht hatte.
Durch seine schwere Benzinlast wegen der Ein-Stopp-Strategie verlor er in den anfänglichen Runden wieder einige Plätze, gewann diese aber zurück, als die Rivalen ihre ersten Boxenstopps hatten.
Als sich das Rennen dem Ende näherte, schien ein Punkteerfolg allerdings unwahrscheinlich, bis sich der Himmel verdunkelte und drei Runden vor Schluss der Regen einsetzte. Da Timo nichts verlieren, vielleicht aber Punkte gewinnen konnte, holte er sich kurzentschlossen an der Box die Standard-Regenreifen, die er dann auf den letzten beiden Runden voll nutzen konnte, während die Autos mit Trockenreifen zunehmend in Schwierigkeiten kamen.
Auf der letzten Runde kamen die Punkte in Reichweite und er zog in der Bus-Stop an Mark Webber vorbei, was ihm allerdings die 25-Sekunden-Strafe einbrachte, die ihn auf Platz neun zurückversetzte.
Bei Jarno beeinträchtigte der erlittene Schaden das Leistungsvermögen des Autos. Er konnte keinen Boden mehr gutmachen und musste sich darauf konzentrieren, das Auto überhaupt ins Ziel zu bringen.
Jarno meinte: “Ich hatte wieder einmal kein Glück hier – es scheint so oft zu passieren, dass ich in Spa stark im Rennen liege und es dann doch nicht klappt. Ich hatte gehofft, dass wir ein starkes Rennen fahren und Punkte holen würden. Das wäre möglich gewesen, weil wir eine konkurrenzfähige Strategie und einen großartigen Start hatten. Es ist wirklich schade, dass es nicht so gelaufen ist.”